TOWER + STROMAUSFALL BERLIN: die beiden können sich battlen wer die meisten aufkleber in der city hat: massiv sichtbar.
und zu guter letzt:
MISS RIEL: meiner meinung das größte talent für charachterentwicklung in der stadt. MAJOR SOURCE. 2 jahre streetart und brennt schon lichterloh... irgendwann heiraten wir.
ich könnte jetzt ungefähr noch 50 writer aufzählen die mich flashen, oder einzelne kleber + charachterphänomene. aber dafür ist die zeit zu knapp. berlin ist deshalb so schön, weil es so arm ist: die wände leben, weil keiner das geld hat sie zu putzen. so wie berlin writer großgezogen hat, so zieht es auch »streetartists« groß; viele sind eben gerade in einer spielerischen »toy«- phase und erleben gerade den trial+error des streetrespects. andere scheißen drauf und versuchen sich durch andere medien hochzuhypen. jeder so wie er kann.
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viele medien entfalten zur zeit ein bisher ungeahnt hohes interesse am thema »streetart«. könnte dies nachteile für die entwicklung der szene und der straße zur folge haben?
ach gott. ich bin skateboard gefahren - das war mein leben - und hab mit ansehn müs- sen wie kommerzielle interessen den life- style von menschen, bzw. eine ganze szene über jahre versauen kann. bei writing und straßenkunst läuft das anders. die player sind anonym und schwer auszubeuten, weil sie sich sowieso ständig selbst ausbeuten.
ich glaube nicht das die medien jemals irgendetwas für mich getan, geschweige denn verändert haben. das öffentliche in- teresse ist dabei von erschreckend bis lustig. es gibt ein paar phänomene die ich erst seit kurzen beobachte: fast alles was ich bemale was nicht niet + nagelfest ist, wird von sammlern abgerissen und mitge- nommen. mädchen wollen daß ich sie be- male, wildfremde typen wollen »ne t-shirt- kollektion« mit mir machen, wildfremde mädchen die mit mir ficken wollen. |
negative folgen? ja: wir werden alle welt- berühmte stinkreiche grafikerschnösel und sterben an aids.
jetzt mal ohne spass: es sind nicht die medien, die die sogenannte »szene« kaputt machen, es sind einzelne toys, die auf schnellen fame setzen. die scheiße reden, die wiederum verbreitet wird und als »insi- derwissen« breitgetreten wird. wieviel leute (auch writer) denken z.b. heute immer noch das taki der erste writer war - nur weil es irgendeiner mal aufgeschrieben hat!?
ist streetart eher eine dekorative ver- hübschung der stadt durch schicke cha- rachter, die werbung für den jeweiligen »künstler« machen oder glaubst du, man kann damit etwas in den köpfen der leute bewegen?
was für'ne persönliche frage: ich bin ei- gentlich ziemlich assozial. ich scheiß auf verhübschung. viele meiner mitmenschen sind arschlöcher die ihre frau, ihre kinder, und/oder ihren hund schlagen. für solche menschen kann man nichts verhübschen. klar funktioniere ich nach den prinzipien |
der ästhetik, aber kunst ist für mich mehr als nur formale ästhetik.
straßenkunst im speziellen hat für mich auf jeden fall die komponente des zeitgeis- tigen und damit des vergänglichen. KOMMUNIKATION. aber es geht dabei nicht nur um kommunikation mit anderen, sondern gleichermaßen um kommunikation mit mir. wie gut bin ich heute? wie laufen meine linien heute? abschalten, flowen.
ich weiß, dass man mit straßenkunst ge- nauso wie mit jeder anderen kunst etwas bewegen kann. jeder nur soviel wie er per- sönliche kraft + ausdauer hat. die inten- tionen des künstlers und was da bewegt wird ist sehr unterschiedlich. ja, es gibt leute, die machen nur werbung für ihre per- son. dies führt im normalfall nach kurzer zeit zu allgemeinen gähnen. macht und fame sind zwei der hürden die man nehmen muß, um ans ziel zu kommen. jeden tag. immer. viele straßenkünstler kommen aus der writerszene.
trotzdem sind die differenzen zwischen streetart und writing oft sehr groß
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