interview mit »SEñOR B.«
du lebst und arbeitest in münchen. diese stadt wirkt auf fremde in vielerlei
hinsicht kalt, steril und sehr teuer. wie empfindest du diese stadt und
wie stehst du zu ihr?
na ja, kalt vielleicht nur im winter, diesen sommer hab ich wiedermal ganz schön ge- schwitzt! aber im ernst, ich mag münchen. ist vielleicht nicht die billigste stadt, aber ich lebe hier sehr gern. ich muss aber zu- geben, es könnte hier mehr abgehen (tags und so zeugs). ich glaube der eindruck der sterilität entsteht dadurch, weil hier alles renoviert ist. es gibt hier wenig bis kaum verlassene oder verfallene häuser, zumin- dest im innenstadtbereich; da muss man schon ein wenig rausfahren! es ist wie überall, wenn man land und leute kennen- lernt, kann man sich eher einen eindruck verschaffen. aber wie überall gibt es hier |
freundliche und unfreundliche typen. was mir ziemlich auf den sack geht, ist die hohe polizistendichte. man kann keine straße entlang gehen, ohne das ein polizeiauto vorbei fährt. das trägt bei mir nicht wirk- lich zu einem sicherheitsgefühl bei, eher das gegenteil. man gewöhnt
sich daran.
was ist für dich straßenkunst?
gute frage! so genau kann ich das jetzt für mich auch nicht beantworten. ist die frage ob sticker, die man massenhaft anbringt, auch kunst sind, ich weiß es nicht! ist mir auch egal. mir geht es persönlich nicht um kunst. es geht bei mir eher um den akt des kleisterns/aufklebens, in der stadt rum- laufen oder fahren, neue spots entdecken, usw.
wie hat sich graffiti und streetart in
mün- chen entwickelt? beschreib doch mal kurz die münchener »szene«.
naja, graffiti gibt es hier schon lange, seit 84! streetartszene: aufkleber gibt es hier auch schon länger. ich kann mich an die »held der arbeit« oder »sportler die keiner |
 |
 |